3. Klasse
Eichhörnchenprojekt der 3a und 3b
Beitrag des kath. Religionsunterricht zu diesem klassenübergreifenden Projekt
Jeder hat seine Stärken - wir teilen unsere Talente!
Auf dem Plakat hat jedes Kind seine Stärken, seine
Talente dargestellt.
Die gestaltenden Motive kommen aus dem Wald, wo die folgende Geschichte
spielt:
Der Hase Neunmalklug
Ein Hase hatte schon mehrere Sommer und Winter glücklich überstanden und dünkte sich daher klüger als alle anderen Hasen. Jedesmal, wenn er hörte, dass wieder einer von ihnen in den Fängen des Fuchses oder durch des Jägers Büchse ein trauriges Ende fand, prahlte er laut: »Mir hätte das, nicht geschehen können. Dazu bin ich viel zu klug.« Und da er das auch bei anderen Gelegenheiten immer wieder sagte, begannen die Tiere des Waldes, es ihm zu glauben, und sie gaben ihm den Namen Neunmalklug, und der Hase fand das nur recht und billig. Als nun wieder ein Sommer vergangen war und der Hase Neunmalklug auch die Treibjagden im Herbst heil überstanden hatte und danach der Winter den Wald und die Wiesen und die Felder weiß überzog, hoppelte er zufrieden durch den hohen Schnee und suchte nach Futter. Da sah er ein Eichhörnchen. Es lugte aus seiner Höhle in einem hohen Buchenstamm und rief: »Ich möchte gern wissen, ob du wirklich so klug bist, wie man von dir behauptet?«
»Tut man das?« fragte der Hase geschmeichelt. »Dann muss es wohl stimmen. Es gibt nichts, was ich nicht kann.«
»Kannst du auch wie ich auf Bäume klettern?« fragte das Eichhörnchen. »Nein«, sagte der Hase Neunmalklug verblüfft.
»Dann solltest du besser nur Achtmalklug heißen«, kicherte das Eichhörnchen. »Und wie steht's mit dem Nüsse knacken? Kannst du das?« »Nein«, gab der Hase widerwillig zu.
Und das Eichhörnchen spottete: »Wie wär's nur noch mit Siebenmalklug? Aber von Ast zu Ast springen, das kannst du doch sicher?« »Ich kann es nicht! « gestand der Hase zornig ein, und das Eichhörnchen lachte: »Also bist du der Hase Nursechsmalklug! « »Und du bist der Hundertdumm! « schrie der Hase erbittert, und davon erwachte ein Igel in seinem Erdloch und schaute aus dem Schnee heraus und fragte: »Kannst du eine Höhle graben?« »Nein«, knirschte der Hase zwischen den Zähnen hervor. »So reicht's wohl nur zum Fünfmalklug«, gab der Igel zu bedenken. »Aber Vorräte für den Winter sammeln kannst du?« »Nein«, stieß der Hase hervor.
Der Igel schüttelte bekümmert den Kopf und meinte: »Nur noch Viermalklug. Und den Winter verschlafen wie ich, kannst du das?«
»Ich kann es nicht, und ich mag es nicht können! « behauptete der Hase voller Grimm, doch der Igel nickte nur und sagte: »Wusst' ich es doch, du bist der Hase Nurdreimaiklug! «, und er verschwand in seine Höhle.
Da kam hinter einem Baum der Fuchs hervor. Er hatte alles gehört und schmeichelte: »Aber jedenfalls kannst du Hühner jagen wie ich?« »Nein«, antwortete der Hase und ließ den Fuchs nicht aus den Augen. Der sagte tröstend: »Mach dir nichts draus. Nur zweimal klug zu sein, ist immer noch besser als keinmal.«
»Wieso keinmal klug?« wunderte sich der Hase.
»Weil ich dich jetzt fressen werde!« höhnte der Fuchs und duckte sich lauernd zum Sprung.
Aber da machte der Hase einen gewaltigen Satz und schlug einen Haken und noch einen und noch einen und alle viel schneller, als der Fuchs überhaupt zu schauen vermochte, und rief aus sicherer Ferne: »Du hast den Hasen Einmalklug vergessen. Und der bin ich, und nur noch der will ich bleiben!«
Und dann sprang der Hase davon und blieb von Stund an bescheiden und hielt sich nie mehr für neunmalklug und blieb trotzdem gesund und wurde alt und erlebte noch viele herrliche Sommer und Winter.


