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3. Klasse


Pfarre Aspern

 

Pfarre AspernDie Asperner Pfarrkirche - Zentrum einer lebendigen Gemeinde

Pfarre Aspern

In der 3. Klasse lernen wir unsere Pfarre und die Pfarrkirche St. Martin kennen. Ausführliche Informationen gibt es auf der Pfarrhomepage http://aspern.at.

 

Material für den Unterricht

Führung - Rundgang durch die Pfarrkirche:

Die Pfarrkirche von Aspern steht am westlichen Ende des alten Ortskerns von Aspern auf einem Hügel (von dem heute nicht mehr viel zu sehen ist). Sie wurde 1670 an den schon bestehenden Wehrturm angebaut. Um die Kirche herum war der Friedhof, von dem noch einige besonders schöne Grabsteine zu sehen sind.

In der ehemaligen Sebastiankapelle (Pestheiliger - 1670) ist heute das Museum Aspern 1809 untergebracht, das an die Schlacht gegen Napoleon erinnert. Davor wurde sie auch als Gebeinhaus benutzt und stand dann lange Zeit dem Verfall preisgegeben leer.

Der Löwe vor der Kirche wurde zum 50 jährigen Gedenken an die Schlacht von Anton Fernkorn geschaffen. Er ist aus Sandstein und im Winter sehr witterungsanfällig, daher bekommt er in der kalten Jahreszeit eine Hütte.

Vor dem Eingang zur Kirche steht der hl. Nepomuk - ein Brückenheiliger. Er stand früher, als Aspern noch näher bei der Donau lag, bei einer Brücke die über einen Donauarm in die Lobau führte.

Da die Kirche zu klein geworden ist wurde sie 1998/99 ausgebaut und im Innenraum vieles restauriert und auch neu gestaltet: Im alten Teil sind die Bänke geblieben. Sie sind sehr dunkel, wie überhaupt die alte Kirche sehr dunkel und düster gewirkt hat. Die Kanzel ist von links auf die rechte Seite umgebaut worden. Der Altar ist weiter nach vor gerückt und neu, das sieht man auch an der Farbe grau, die sich vom rosa der Seitenaltäre und des Hochaltars abhebt.

Was ist noch neu?

Der Hochaltar mit dem Tabernakel ist aus rotem Marmor und erst etwa 40 Jahre alt.
davor steht das Älteste Stück der Kirche, das Taufbecken von 1678.

Über dem Tabernakel vor dem Hochaltarbild ein Marienbild (1746), das von Soldaten vor den Franzosen gerettet wurde und die Wirren danach so wunderbar überstanden hat. Die Beschädigung des Bildes soll von einem Säbelstich herrühren. Es wurde restauriert.

Das Bild am Hochaltar stammt von Ludwig Mayer (1830) und zeigt den Kirchenpatron, den heiligen Martin.

Links sitzt der hl. Leopold: Aspern hat früher zu Niederösterreich gehört und Leopold ist dort der Landespatron. (Wie heißt der Stadtpatron von Wien? Klemens Maria Hofbauer!) Darunter ist ein Relief des Pfarrers Johannes Stainer, der in Aspern 1705 gewirkt hat.

Rechts sitzt der hl. Florian - Schutzpatron der Feuerwehr. In Aspern hat es sehr oft gebrannt. Einmal sind viele Häuser in der Wimpffengasse abgebrannt, daher steht dort auch eine Florianstatue.

Rechts geht es in die Sakristei. Hier ziehen sich der Priester und die Ministranten um und es wird vieles für die Feiern gelagert.

Weiter unter dem Turm durch. Oben sieht man noch die Löcher, durch die die Stricke, mit denen man die Glocken geläutet hat, gegangen sind. Der Turm hatte früher zwei Eigentümer: Der ehemalige Wehrturm blieb auch nach dem Anbau des Kirchenschiffes (1670) im Eigentum der Gemeinde Aspern, alles Übrige unterstand den jeweiligen Patronatsherren. Der Turm der Kirche war daher (ausgenommen das Geläute) seit der Eingemeindung im Jahr 1904 Eigentum der Stadt Wien. Im Zuge der Erweiterung der Kirche wurde dieses Kuriosum beendet und einheitliche Eigentumsverhältnisse geschaffen.

Das vierstimmige Geläute im Kirch(Wehr-)Turm ergibt zusammen ein sogenanntes „Salve-Regina-Geläute" in den Tönen g – h – d" – e".

Weiter in die Anna-Kapelle - hier befindet sich ein Bild der hl. Anna, der Mutter Marias. Früher waren hier die Beichtstühle untergebracht. Heute werden die Wochentagsmessen hier gelesen. Die Glastrennwand zur seitlichen Anna-Kapelle (Wochentagskapelle) zeigt das Glasgemälde „Der barmherzige Vater".

Die Kreuzwegbilder aus der Schule des Kremser Schmidt erstrahlen nach ihrer Restaurierung 1995 in neuem Glanz.

Die Glasfenster im Kirchenschiff zeigen die vier Evangelisten.

Blick auf die Orgel: Die Orgel wurde 1813 von Johann Georg Fischer errichtet und im Zuge der Kirchenerweiterung restauriert.

Weiter in den Zubau an der Westseite des Kirchenschiffes. Absichtlicher Kontrast zwischen altem und neuem. Helles Holz, Glas, Beton, Stahl.

Hinweis auf die 12 kleinen Kreuze - Weihekreuze, Segnung der Kirche.

Durchgang - Beichtkammerl - Ausgang